Integrierte Leitstelle Ingolstadt (ILS)

Landkreis Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen
und die Kreisfreie Stadt Ingolstadt

MANV-Übung am 10.10.2014 in Hepberg


Busunfall Hepberg

 

Am Abend des 10.10.2014 wurden durch die Integrierte Leitstelle Ingolstadt eine Vielzahl von Helfer von Feuerwehren und den Hilfsorganisationen zu einer groß angelegten Übung im Gemeindebereich Hepberg alarmiert.

Bei dem angenommenen Übungsszenario handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit Reisebus- und PKW-Beteiligung, bei dem es zu einer Vielzahl von Verletzten und Betroffenen gekommen ist. Die Verletzten- und Betroffenendarsteller wurden vom BRK Eichstätt möglichst realitätsnah geschminkt und in die Übungsdarstellung eingewiesen.

Um das im Jahr 2014 neu erstellte MANV-Konzept der Region Ingolstadt (MANV=Massenanfall von Verletzten) auf seine Wirksamkeit hin zu überprüfen, wurden insgesamt 25 Verletzte und 20 Betroffene Personen in das vorgegebene Szenario integriert. In diesem Zuge wurden auch die nächstgelegen Kliniken der Region in die Übung mit einbezogen und die Verletzten dorthin zur weiteren Behandlung transportiert.

Ziel und Inhalt der Übung, die fast 1 Jahr an Vorbereitungszeit in Anspruch nahm, war:
  • Test des neuen MANV-Konzeptes der Region Ingolstadt mit dem Stichwort MANV 2
  • Alarmierung der zuständigen Feuerwehreinheiten nach dem Stichwort VU3
  • Ersteintreffendes Rettungsmittel mit vorläufiger Einsatzleitung
  • Vorsichtungskonzept „mSTaRT“
  • Bildung einer funktionsfähigen Einsatzleitung (RD und FW)
  • Kooperation und Kommunikation der beteiligten Organisationen untereinander
  • Gliederung des Raumes/Abschnittsbildung
  • Schnittstellenproblematiken (Übergabestelle/n, Bereitstellungsräume)
  • Kräftebedarf (reichen die hier alarmierten Kräfte aus – insbes. Feuerwehren zur Unterstützung vom Rettungsdienst)
  • Überprüfung der Klinik internen Alarmpläne bei einem MANV
  • Kommunikation ÖEL/FüGK/Einsatzabschnitte und der Integrierten Leitstelle Ingolstadt
  • Kommunikation von der Leitstelle zur EZ-Polizei, UG-ÖEL, UG-SANEL, zu den Krankenhäusern und anderen Leitstellen
 
Um die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Übung zu dokumentieren, wurden in jedem Abschnitt über 20 Beobachter (welche vorher entsprechend eingewiesen wurden) der einzelnen Fachdienste eingesetzt. Zur Übungsstellendokumentation und zur Beobachtung wurden ebenfalls noch eine Flugdrohne und mehrere stationäre Kameras eingesetzt. Nach Übungsende wurden alle Teilnehmer der Übung (unabhängig von der Funktion und ihrer Aufgabe) mittels standardisiertem Fragebogen hinsichtlich ihrer Erkenntnisse und Eindrücke abgefragt.

Zur Übung eingesetzt waren ca. 300 Personen der Feuerwehren aus dem Landkreis Eichstätt, die nach der Bereichsfolge Rettungsdienst zuständige und zum Übungsbeginn verfügbare rettungsdienstliche Vorhaltung der Region 10, Sanitäts- und Betreuungsdienste der BRK Kreisverbände aus dem Landkreis Eichstätt, Landkreis Pfaffenhofen und der Stadt Ingolstadt, die ADAC Luftrettung mit einem RTH, die Rettungshundestaffel des ASB aus Ingolstadt, das Technische Hilfswerk aus Eichstätt und Ingolstadt, die Integrierte Leitstelle Ingolstadt, dem Landratsamt Eichstätt, den teilnehmenden Kliniken und der zuständigen Polizeidienststelle.
Zur Absicherung der rettungsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung in der Region 10 wurden durch den ZRF Region Ingolstadt zusätzliche Rettungswagen in Dienst gestellt.

Die Übungsleitung lag bei KBR Martin Lackner und KBM Franz Waltl, welcher die Übung konzipiert hatte und beim ZRF Region Ingolstadt, vertreten durch Jörg Pfeifer, Rainer Kimmel und Erwin Rennich, sowie dem Kreisbereitschaftsleiter Markus Bogenberger vom BRK KV Eichstätt.

Ein großer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Hepberg, die einen großen Teil der Logistik zu dieser Übung getragen hat.

Neben zahlreichen Beobachtern aus der Bevölkerung und der Presse waren unter anderem noch folgende Gäste als Zuschauer vor Ort:
  • Regierungsdirektor (ROB) Karl Traunspurger
  • Leiter der SFS Geretsried Lt. BD Dr. Christian Schwarz
  • Landrat Anton Knapp
  • Verbandsvorsitzender des ZRF Martin Wolf
  • Verbandsmitglied Thomas Thöne
  • Leiter der ILS Region Ingolstadt Jörg Pfeifer
  • Stellv. BezFV-Vorsitzender Oberbayern Kreisbrandrat  (KBR) Dr. Rüdiger Sobotta
  • Brandoberinspektor BF Ingolstadt Thomas Schimmer
  • Stadtbrandrat (SBR) FF Ingolstadt Michael Springl

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